Verstärkung

Stahl Skulptur beim Durchgang Polizeiposten

Unsere Gesellschaft steht nicht von selbst. Sie wird gehalten.

Oft bemerken wir die tragenden Strukturen erst, wenn sie fehlen oder nachgeben. Die Skulpturenserie „Verstärkung“ macht diese unsichtbare Statik sichtbar. Es sind verzinkte Stahlträger, die dort ansetzen, wo das Fundament unseres Zusammenlebens gesichert werden muss: bei der Müllabfuhr, in Krankenhäusern, bei der Polizei, in Schulen, Kunstinstitutionen und vielen weiteren.

Die Stützen sind nicht Teil der ursprünglichen Architektur. Sie sind nachträglich angebracht – mit schweren Schrauben fixiert. Das ist kein dekorativer Schmuck, sondern eine notwendige Massnahme.

Es geht um die Arbeit, die im Hintergrund läuft, damit der Alltag vorne funktioniert.

Um Institutionen, die den Laden zusammenhalten, während wir sie als selbstverständlich voraussetzen. „Verstärkung“ ist kein Denkmal für die Ewigkeit, sondern eine funktionale Bestandsaufnahme dessen, was uns stützt.

Werden die Schrauben gelöst, gerät das Gefüge ins Wanken.

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Michael Regli

Michael Regli

Michael Regli wurde am 18.09.1984 in Erstfeld im Kanton Uri geboren.

Trotz einem kleinen Haushaltsbudget verstanden es die Eltern, ihren zwei Söhnen ein glückliches Zuhause zu bieten. Die Natur und die Besuche bei seinem Grossvater weckten die Freude für Stahl und Konstruktionen. Noch heute erinnert er sich gerne an den Stahlgeruch in Grossvaters Werkstatt zurück. Die Familie bewohnte ein kleines Holzhaus in der Gemeinde Schattdorf im Kanton Uri.
Nach der obligatorischen Schulzeit trat Michael Regli eine Berufslehre als Metallbauer in einer renommierten Urner Metallbaufirma an. Nach diversen Weiterbildungen auf seinem erlernten Beruf arbeitet er bis heute mit Passion an diversen Stahlprojekten.

Anfang 2017 wurde bei ihm die Freude für Kunst geweckt. Als Versuch fertigte er eine 1.5 Meter hohe Skulptur aus Stahl, welche er ziemlich schnell verkaufen konnte. Mehr freute ihn jedoch, dass der Käufer richtig begeistert war.Ab diesem Moment hatte er fast keine ruhige Minute mehr und er liebt es, seine Zeit im heimischen Atelier zu verbringen und neue Skulpturen zu fertigen.

Mit seiner Grossskulptur "Einzig aber Artig" hat er im Jahr 2022 den Förderpreis des Haus für Kunst Uri gewonnen
Seine grössten Inspirationen sind seine zwei Kinder und die Freude an der Bearbeitung von Stahl. Er lässt sich auch sehr gerne von der Natur inspirieren.

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